gesetzliche Krankenkassen - GKV 2017 - billiger krankenversichert 2017 für mehr Netto vom Brutto

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gesetzliche Krankenkassen - GKV 2017

>> gesetzliche KRANKENKASSEN
Das System der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Deutschland ist der älteste Zweig der Sozialversicherung.
Es besteht seit 1884 und heute sind rund 90 % der Bevölkerung bzw. 70 Millionen Menschen über eine der gesetzlichen Krankenkassen krankenversichert bzw. familienversichert.


Die Anzahl der Krankenkassen hat sich im Laufe der Jahre durch Krankenkassenfusionen ständig reduziert.
Gab es 1970 noch 1.875 verschiedene gesetzliche Krankenkassen bei zudem wenig ausgeprägten Auswahlmöglichleiten, sank ihre Zahl bereits bis zum Jahr 2000 auf 420 Kassen. Mit den seitdem vorgenommenen Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen ("Gesundheitsreformen") sank die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen bis Anfang 2017 auf nur noch 113.


Von diesen 113 sind 28 betriebsbezogene Betriebskrankenkassen, bei denen nur die Mitarbeiter der entsprechenden Betriebe Mitglied werden können. Verbleiben also für die Mehrzahl der Beschäftigten eigentlich nur 85 Krankenkassen.

Tatsächlich kann man, je nach seinem Wohnort, nur zwischen 44 und 59 Krankenkassen auswählen, weil nicht jede Krankenkasse in jedem Bundesland vertreten ist.

37 Krankenkassen sind bundesweit vertreten.

Mit weiteren Fusionen von Krankenkassen dürfte auch in 2017 zu rechnen sein.

Beim GKV-Spitzenverband finden Sie eine alphabetische Liste aller gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland und haben die Möglichkeit zu einer gezielten Suche.

Die Krankenkassen sind bei jeder Erhebung oder Erhöhung des Zusatzbeitrags verpflichtet, alle Mitglieder anzuschreiben und auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Außerdem müssen sie sie auf das Informationsangebot des Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) hinweisen, der eine Übersicht der Zusatzbeiträge der verschiedenen Krankenkassen bereit hält.


Ihre mögliche persönliche Ersparnis durch Wahl einer Krankenkasse mit niedrigem Zusatzbeitrag können Sie über den Krankenkassenvergleich sofort online berechnen. Mit dem Krankenkassenvergleich können Sie auch die Leistungen der einzelnen Krankenkassen untereinander vergleichen.

Im Laufe der Geschichte sind verschiedene Formen von Krankenkassen entstanden:
(mit
Links zu den Internetseiten der gesetzlichen Krankenkassen)

Allgemeine Ortskrankenkassen - AOK
- "Die Gesundheitskasse"


Ortskrankenkassen bestehen für abgegrenzte Regionen.
Die Abgrenzung regelt die jeweilige Landesregierung bzw. die von ihr ermächtigte Behörde.
Eine Region kann sich auch über mehrere Länder erstrecken.

Betriebskrankenkassen - BKK
- "Ihre Gesundheit ist unser Job"


Die Errichtung einer BKK erfolgt durch den Arbeitgeber eines oder mehrerer Betriebe, wenn in diesen Betrieben regelmäßig mindestens 1000 Versicherungspflichtige beschäftigt werden und ihre Leistungsfähigkeit auf Dauer gesichert ist.
Die Errichtung bedarf der Zustimmung der Mehrheit der im Betrieb Beschäftigten und der Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde.
Betriebskrankenkassen können sich zu einer gemeinsamen BKK vereinigen. Eine einzelne BKK kann aus dieser Vereinigung auch wieder ausscheiden.
Eine BKK kann auf Antrag des Arbeitgebers aufgelöst werden.
Eine BKK wird von der Aufsichtsbehörde geschlossen, wenn ihre Leistungsfähigkeit nicht mehr auf Dauer gesichert ist.


Der BKK Dachverband e.V. vertritt politisch und fachlich die Interessen der betrieblichen Krankenversicherungen.


Ersatzkrankenkassen
im Verband des VdEK e.V.


Ersatzkassen sind die am 31.12.1992 bestehenden Krankenkassen, bei denen man bis zum 31.12.1995 durch Ausübung eines besonderen Wahlrechts Mitglied werden konnte.
Neue Ersatzkassen können somit heute nicht mehr entstehen.
Beschränkungen des aufnahmeberechtigten Mitgliederkreises sind seit dem 01.01.1996 nicht zulässig.
Der Bezirk einer Ersatzkasse bestimmt sich durch deren Satzung. Er kann auf das Gebiet eines oder mehrerer Länder oder das Bundesgebiet erweitert werden.

Innungskrankenkassen - IKK
im IKK-Bundesverband


Eine oder mehrere Handwerksinnungen können für die Handwerksbetriebe ihrer Mitglieder, die in die Handwerksrolle eingetragen sind, eine IKK errichten.
Für die Errichtung müssen in den Handwerksbetrieben der Mitglieder der Handwerksinnung regelmäßig mindestens 1000 Versicherungspflichtige beschäftigt werden und ihre Leistungsfähigkeit muss auf Dauer gesichert sein.
Die Errichtung bedarf der Zustimmung der Innungsversammlung und der Mehrheit der in den Innungsbetrieben Beschäftigten und der Genehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde.

Knappschaft - "Die Erfinder der Krankenkasse"


Die knappschaftliche Krankenversicherung wird von der Abteilung Krankenversicherung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See durchgeführt.
Versicherungspflichtige Mitglieder sind Beschäftigte in einem knappschaftlichen Betrieb, Beschäftigte bei der Knappschaft und Beschäftigte die überwiegend knappschaftliche Arbeiten verrichten.
Knappschaftliche Betriebe sind Betriebe, in den Mineralien oder ähnliche Stoffe bergmännisch gewonnen werden, Betriebe der Industrie der Steine und Erden jedoch nur dann, wenn sie überwiegend unterirdisch betrieben werden.
Seit dem 1. April 2007 ist die Knappschaft für alle gesetzlich Krankenversicherten frei wählbar.

Landwirtschaftliche Krankenkassen
- Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)


Träger der Krankenversicherung der Landwirte sind die in § 17 des Zweiten Gesetztes über die Krankenversicherung der Landwirte vorgesehenen Krankenkassen.

System der gesetzlichen Krankenkassen - GKV


Einige der Krankenkassen sind Direktkrankenkasse ohne besonderes Geschäftsstellennetz.

Zwischen den einzelnen Krankenkasse besteht ein Wahlrecht und es gibt verschiedene Formen der Mitgliedschaft.

Einen Ausschluss aus medizinischen oder finanziellen Gründen gibt es grundsätzlich nicht. Im Krankheitsfall haben alle Versicherten den gleichen Anspruch auf eine ausreichende Versorgung.

Ab dem 01.04.2007 besteht eine Pflicht zur Versicherung für den der gesetzlichen Krankenversicherung zugeordneten Personenkreis:


Wer zuletzt gesetzlich krankenversichert war, wird Mitglied seiner letzten Krankenkasse oder des Rechtsnachfolgers dieser Krankenkasse.

Wer zuletzt privat krankenversichert war, muss er wieder einen Vertrag bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen abschließen.

Dies war so ausgestaltet, dass es zunächst ab dem 01.07.2007 ein Beitrittsrecht in einen Standardtarif (ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse) gab.

Ab dem 01.01.2009 besteht eine Pflicht zur Versicherung für alle Personen, die der privaten Krankenversicherung zuzuordnen sind nach einem Basistarif (ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse, Mindestumfang von ambulanter und stationärer Heilbehandlung mit maximalem Selbstbehalt von 5000 Euro), sofern kein anderer Tarif gewählt wurde.

Wer bisher weder gesetzlich noch privat versichert war, wird in dem System versichert, dem er oder sie aufgrund der ausgeübten Tätigkeit zuzuordnen ist.
Wer zum Beispiel in einem Angestelltenverhältnis gearbeitet hat, kann sich dann in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Selbständige, die bisher nicht gesetzlich krankenversichert waren, haben in jedem Fall Zugang zum Standard- oder Basistarif der privaten Krankenversicherung.

Auch Menschen, die aus dem Ausland zurück kommen, haben damit in jedem Fall Zugang zu einer Krankenversicherung.

Ab dem 01.01.2009 gilt die umfassende Pflicht zum Abschluss einer Versicherung für alle Einwohner. Wer bereits über einen Versicherungsschutz oder vergleichbare Ansprüche im Krankheitsfall verfügt, hat diese Pflicht automatisch erfüllt.

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen bilden eine Solidargemeinschaft. Dabei ist es egal ob jemand gesund, bereits krank ist oder nur ein höheres gesundheitliches Risiko hat, ob jemand viel oder wenig verdient, ob jemand männlich oder weiblich ist, ob jemand jung oder alt und ob jemand Familie hat oder allein stehend ist. Auf die Beitragshöhe wirken sich diese Faktoren, anderes als in der privaten Krankenversicherung, nicht aus.

Auf den Umfang der im Einzelfall benötigten medizinischen Leistungen hat die Höhe der zu zahlenden Beiträge hat keine Auswirkungen.

Zum System der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung gehört (auch noch ab dem 01.04.2007) die beitragsfreie Familienversicherung von Kindern und Ehegatten bzw. gleichgeschlechtlichen eingetragenen Lebenspartner, soweit diese nicht selbst erwerbstätig sind.

Um diese Solidargemeinschaft jedoch nicht zu überfordern, müssen die Versicherten bestimmte Leistungen selbst tragen oder sich an bestimmten Kosten beteiligen. Je nach der finanziellen Situation des einzelnen Versicherten, kann man von notwendigen Zuzahlungen aber ganz oder teilweise befreit werden.

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse hat man über die Vermittlung seines Hausarztes grundsätzlich die freie Arzt- und Krankenhauswahl und die Behandlung erfolgt nach dem jeweiligen neuesten anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft.

Bei Streitigkeiten steht der Rechtsweg offen. Das heißt, dass man gegen Bescheide der Krankenkasse Widerspruch einlegen können. Wird ein Widerspruch abgelehnt, kann man Klage vor dem Sozialgericht erheben.

Gegen Leistungen die die gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nicht vollständig abdecken, kann man sich über private Zusatzkrankenversicherungen absichern.

Zum 01.01.1996 ist die gesetzliche Zuweisung der krankenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer an die jeweils zuständige „Pflichtkrankenkasse“ (insbes. AOK und IKK, aber auch BKK) weggefallen. Die Regelungen des Krankenkassenwahlrecht ermöglichen es jedem Angestellten, Arbeiter und auch jedem Auszubildenden frei zu entscheiden, bei welcher gesetzlichen Krankenkasse (AOK, IKK, BKK, Ersatzkasse) er krankenversichert sein will.
Dies gilt seit dem 01.01.1996 auch unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe. Für Arbeiter und Angestellte gibt es keine Unterschiede mehr.

Zu einer bestimmten IKK / BKK kann man jedoch nur dann wechseln, wenn sich diese für alle Arbeitnehmer/Personen einer Region geöffnet hat, da die IKK / BKK grundsätzlich nur für Arbeitnehmer wählbar ist, die in dem Betrieb beschäftigt sind, für den diese IKK / BKK besteht.

Bei den Ortskrankenkassen kann man die AOK des Beschäftigungsortes oder die AOK des Wohnorts wählen.

Einige wenige Ersatzkassen sind nur für Arbeitnehmer / Personen bestimmter Regionen geöffnet.

Man kann auch immer die Krankenkasse wählen, bei der zuletzt eine Mitgliedschaft oder Familienversicherung bestanden hat (z.B. bei Unterbrechung der Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung oder erstmaliger eigener Versicherungspflicht).

Zudem kann man die Krankenkassen wählen, bei der der Ehegatte versichert ist.

Studenten können zusätzlich die AOK oder jede Ersatzkasse an dem Ort wählen, in dem die Hochschule ihren Sitz hat.

Versicherte Rentner können zusätzlich die BKK oder IKK wählen, wenn sie in dem Betrieb beschäftigt gewesen sind, für den die BKK oder IKK besteht.

Für Familienversicherte (Ehegatten und Kinder unter best. Voraussetzungen) gilt die Wahlentscheidung des Mitglieds.

Für bestimmte Berufsgruppen (Bergleute, Seeleute und Landwirte) gelten weitere bzw. andere Besonderheiten.
Sie sind grundsätzlich Mitglieder besonderer Krankenversicherungssysteme.

Das Wahlrecht wird vom Arbeitnehmer durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Krankenkasse ausgeübt. Diese darf die Mitgliedschaft nicht ablehnen.

Die Wahl wird ihm durch eine Mitgliedbescheinigung der jeweiligen Krankenkasse bestätigt. Der Arbeitnehmer gibt diese bei seinem Arbeitgeber ab und der nimmt diese Mitgliedbescheinigung zu den von ihm geführten Lohn- und Gehaltsunterlagen.

Die Erklärung kann auch schon vor Beginn einer Beschäftigung abgegeben werden.

Versicherungspflichtige müssen das Wahlrecht spätestens zwei Wochen nach Eintritt der Versicherungspflicht ausüben.
Tun sie dies nicht, so muss letztendlich der Arbeitgeber das Wahlrecht ausüben, wenn ihm die letzte Krankenkasse nicht bekannt ist.

An die Wahl der Krankenkasse ist man eine bestimmte Zeit gebunden; ==> Kündigungsfristen.



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