Krankenkassenbeiträge 2018 - Selbstständige - Krankenkassenvergleich und Gehaltsrechner 2018 für mehr Netto vom Brutto

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Krankenkassenbeiträge 2018 - Selbstständige

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Bei der Beitragsberechung für hauptberuflich selbstständig / freiberuflich Erwerbstätige wird grundsätzlich die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt.
Diese umfasst alle Einnahmen und Geldmittel, die jemandem zur Verfügung stehen, ohne Rücksicht auf ihre steuerliche Behandlung. Dazu zählen Gewinne aus dem Gewerbebetrieb, aus der Land- und Forstwirtschaft, aus Kapitalvermögen und aus selbstständiger / freiberuflicher Arbeit, Arbeitsentgelt aus nicht selbstständiger Arbeit sowie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.


Anders als in der privaten Krankenversicherung spielen die individuellen Krankheitsrisiken und die Zahl der mitversicherten Familienangehörigen keine Rolle.
Regelbeitrag (100 % der Beitragsbemessungsgrenze)


Für hauptberuflich selbstständig Tätige / Freiberufler wird immer der Wert der Beitragsbemessungsgrenze BBG der Krankenversicherung als beitragspflichtige Einnahme angesetzt.

Neben der Höhe der beitragspflichtigen Einnahme ist die konkrete Beitragsbelastung abhängig von der Höhe des Beitragssatzes und des Zusatzbeitragssatzes der gesetzlichen Krankenkassen.

Daraus errechnet sich dann der so genannte Regelbeitrag.


Ihren Krankengeldanspruch können Selbstständige a
b dem 01.08.2009 auswählen:

  • Ein Versicherungsschutz ohne Krankengeldanspruch zum ermäßigten Beitragssatz oder
  • ein gesetzlicher Krankengeldanspruch ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit zum allgemeinen Beitragssatz oder

  • höheres oder früher einsetzendes Krankengeld (zum Beispiel bei Arbeitsunfähigkeit während der ersten sechs Wochen) über Wahltarife.


Die Beitragsbemessungsgrenze -BBG- beträgt in der Krankenversicherung:
  • 2018:  4.425,00 Euro/Monat bzw. 53.100,- Euro/Jahr
  • 2017:  4.350,00 Euro/Monat bzw. 52.200,- Euro/Jahr


Der allgemeine Beitragssatz für alle Krankenkassen beträgt:

  • 2018:   14,6 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %
  • 2017:   14,6 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %


Der ermäßigte Beitragssatz für alle Krankenkassen beträgt:

  • 2018:  14,0 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %
  • 2017:  14,0 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %

Regelbeitrag (allgemeiner Beitragssatz):


2017 beitragspflichtige Einnahme

= 4.350,00 Euro

Gesamtbeitrag

= 635,10 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


2018 beitragspflichtige Einnahme

= 4.425,00 Euro
Gesamtbeitrag

= 646,05 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


Ihre mögliche persönliche Ersparnis durch Wahl einer Krankenkasse mit niedrigem Zusatzbeitrag können Sie über den Krankenkassenvergleich sofort online berechnen. Mit dem Krankenkassenvergleich können Sie auch die Leistungen der einzelnen Krankenkassen untereinander vergleichen.


Mindestbeitrag (75 % der Bezugsgröße):


Kann der selbstständig Tätige nachweisen, dass die tatsächlichen Einnahmen geringer sind als die Beitragsbemessungsgrenze, so werden nur die tatsächlichen Einnahmen bei der Beitragsberechnung berücksichtigt, mindestens aber 75 % der monatlichen Bezugsgröße.

2017 Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (75 %)

= 2.231,25 Euro

Gesamtbeitrag

= 325,76 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


2018
Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (75 %)

= 2.283,75 Euro

Gesamtbeitrag

= 333,43 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


Die Beitragsbemessung erfolgt ab 2018 in Bezug auf das Arbeitseinkommen und gegebenenfalls anderer starken Schwankungen unterworfenen beitragspflichtigen Einnahmen zunächst vorläufig aufgrund des zuletzt erlassenen Einkommensteuerbescheids. Nach Vorlage des Einkommensteuerbescheids für das Kalenderjahr, für das die Beiträge zu zahlen sind, erfolgt die endgültige Beitragsfestsetzung für dieses Kalenderjahr rückwirkend entsprechend der tatsächlich erzielten beitragspflichtigen Einnahmen im Rahmen der bestehenden Mindestbemessungsgrundlagen und der Beitragsbemessungsgrenze. Die erneute vorläufige Festsetzung der Beiträge für die Zukunft erfolgt aufgrund des nunmehr vorliegenden, zuletzt erlassenen Einkommensteuerbescheids (ebenfalls im Rahmen der bestehenden Mindestbemessungsgrundlagen und Beitragsbemessungsgrenze).

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Einstufung unterhalb von 75 % der Bezugsgröße vorgenommen werden:


Die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für Selbständige war in der Vergangenheit ein häufiger Kritikpunkt, weil die Einnahmen und Ausgaben der Versicherten für ihre Krankenversicherung bislang nicht immer in einem angemessenen Verhältnis zueinander standen, und die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit oftmals durch eine zu hohe Beitragsbelastung konterkariert wurde.
Die Einstufung unterhalb der eigentlichen Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (75 % Bezugsgröße) muss beantragt werden, wobei über niedrigere beitragspflichtige Einnahmen Nachweise zu erbringen sind. Dann kann eine Einstufung anhand der tatsächlichen Einnahmen, mindestens aber 50 % der monatlichen Bezugsgröße vorgenommen werden.
Für Existenzgründer, die Anspruch auf einen Gründungszuschuss nach § 57 SGB III haben, ist für die Anwendung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 50 % der Bezugsgröße die Feststellung einer sozialen Härte nicht erforderlich.
Hierbei wird nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds betrachtet, sondern auch die von Personen, die mit dem Mitglied in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Hierzu gehört der Ehegatte, Lebenspartner oder Partner, der mit im gemeinsamen Haushalt lebt. Nicht dazu gehören Eltern oder Kinder.


Mindestbeitrag (50 % der Bezugsgröße):


2017 Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (50 %)

= 1.487,50 Euro

Gesamtbeitrag

= 217,18 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


2018
Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (50 %)

= 1.522,50 Euro

Gesamtbeitrag

= 222,29 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


Voraussetzungen:
  • Die Hälfte der beitragspflichtigen Einnahmen der Bedarfsgemeinschaft beträgt weniger als 75 % der Bezugsgröße.
  • Die Bedarfsgemeinschaft erzielt keine steuerpflichtigen Einkünfte aus Kapitalvermögen.
  • Die Bedarfsgemeinschaft erzielt keine positiven oder negativen Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung.
  • Das Vermögen des freiwilligen Mitglieds oder seines Partners übersteigt das Vierfache der monatlichen Bezugsgröße nicht.

* Voraussichtliche Werte.
Entsprechende Verordnungen/Gesetze müssen von der Bundesregierung und ggf. Bundestag/Bundesrat noch verabschiedet werden.

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