Krankenkassenbeiträge 2017 - Selbstständige - Krankenkassenvergleich und Gehaltsrechner 2017 für mehr Netto vom Brutto

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Krankenkassenbeiträge 2017 - Selbstständige

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Bei der Beitragsberechung für hauptberuflich selbstständig / freiberuflich Erwerbstätige wird grundsätzlich die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt.
Diese umfasst alle Einnahmen und Geldmittel, die jemandem zur Verfügung stehen, ohne Rücksicht auf ihre steuerliche Behandlung. Dazu zählen Gewinne aus dem Gewerbebetrieb, aus der Land- und Forstwirtschaft, aus Kapitalvermögen und aus selbstständiger / freiberuflicher Arbeit, Arbeitsentgelt aus nicht selbstständiger Arbeit sowie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

Anders als in der privaten Krankenversicherung spielen die individuellen Krankheitsrisiken und die Zahl der mitversicherten Familienangehörigen keine Rolle.

Für hauptberuflich selbstständig Tätige / Freiberufler wird immer der Wert der Beitragsbemessungsgrenze -BBG- der Krankenversicherung als beitragspflichtige Einnahme angesetzt. Daraus errechnet sich dann der so genannte Regelbeitrag.


Die Beitragsbemessungsgrenze -BBG- beträgt in der Krankenversicherung:


2016:  4.237,50 Euro/Monat bzw. 50.850,- Euro/Jahr

2017:  4.350,00 Euro/Monat bzw. 52.200,- Euro/Jahr


Neben der Höhe der beitragspflichtigen Einnahme ist die konkrete Beitragsbelastung abhängig von der Höhe des Beitragssatzes und des Zusatzbeitragssatzes der gesetzlichen Krankenkassen.


Ab dem 01.08.2009 können Selbstständige / Freiberufler

  • entweder einen gesetzlichen Krankengeldanspruch ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit zum allgemeinen Beitragssatz erwerben oder

  • über Wahltarife einen Krankengeldanspruch realisieren, der weitere Absicherungswünsche wie höheres oder früher einsetzendes Krankengeld abdeckt (zum Beispiel bei Arbeitsunfähigkeit während der ersten sechs Wochen).

  • Es ist auch ein Versicherungsschutz ohne Krankengeldanspruch zum ermäßigten Beitragssatz möglich.


Der allgemeine Beitragssatz für alle Krankenkassen beträgt:


2016:   14,6 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %

2017:   14,6 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %


Der ermäßigte Beitragssatz für alle Krankenkassen beträgt:


2016:  14,0 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %

2017:  14,0 % Beitrag + krankenkassenindividueller Zusatzbeitrag = X %


Regelbeitrag (allgemeiner Beitragssatz):


2017 beitragspflichtige Einnahme = 4.350,00 Euro

Gesamtbeitrag = 635,10 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


2016 beitragspflichtige Einnahme = 4.237,50 Euro
Gesamtbeitrag =
618,68 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


Ihre mögliche persönliche Ersparnis durch Wahl einer Krankenkasse mit niedrigem Zusatzbeitrag können Sie über den Krankenkassenvergleich sofort online berechnen. Mit dem Krankenkassenvergleich können Sie auch die Leistungen der einzelnen Krankenkassen untereinander vergleichen.

Mindestbeitrag (75 % der Bezugsgröße):


Kann der selbstständig Tätige nachweisen, dass die tatsächlichen Einnahmen geringer sind als die Beitragsbemessungsgrenze, so werden nur die tatsächlichen Einnahmen bei der Beitragsberechnung berücksichtigt, mindestens aber 75 % der monatlichen Bezugsgröße.

2017 Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (75 %) = 2.231,25 Euro

Gesamtbeitrag = 325,76 Euro Beitrag + Zusatzbeitrag


2016
Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (75 %) = 2.178,75 Euro

Gesamtbeitrag = 318,10 Euro Beitrag+ Zusatzbeitrag



Mindestbeitrag (50 % der Bezugsgröße):

Diese Mindestbeitragsbemessungsgrundlage für Selbständige war in der Vergangenheit ein häufiger Kritikpunkt, weil die Einnahmen und Ausgaben der Versicherten für ihre Krankenversicherung bislang nicht immer in einem angemessenen Verhältnis zueinander standen, und die Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit oftmals durch eine zu hohe Beitragsbelastung konterkariert wurde.

Die Einstufung unterhalb der eigentlichen Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (75 % Bezugsgröße) muss beantragt werden, wobei über niedrigere beitragspflichtige Einnahmen Nachweise zu erbringen sind. Dann kann eine Einstufung anhand der tatsächlichen Einnahmen, mindestens aber 50 % der monatlichen Bezugsgröße vorgenommen werden.

2017 Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (50 %) = 1.487,50 Euro

Gesamtbeitrag = 217,18 Euro Beitrag+ Zusatzbeitrag


2016
Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (50 %) = 1.452,50 Euro

Gesamtbeitrag = 212,07 Euro Beitrag+ Zusatzbeitrag


Eine entsprechende Reduzierung der Beitragsbemessungsgrundlage kommt nicht in Betracht, wenn Einkommen oder Vermögen in bestimmtem Umfang vorhanden ist. Hierbei wird nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds betrachtet, sondern auch die von Personen, die mit dem Mitglied in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Hierzu gehört der Ehegatte, Lebenspartner oder Partner, der mit im gemeinsamen Haushalt lebt. Nicht dazu gehören Eltern oder Kinder.

Unter folgenden Voraussetzungen kann die Einstufung unterhalb von 75 % der Bezugsgröße
vorgenommen werden:


  • Die Hälfte der beitragspflichtigen Einnahmen der Bedarfsgemeinschaft beträgt weniger als 75 % der Bezugsgröße.

  • Die Bedarfsgemeinschaft erzielt keine steuerpflichtigen Einkünfte aus Kapitalvermögen.

  • Die Bedarfsgemeinschaft erzielt keine positiven oder negativen Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung.

  • Das Vermögen des freiwilligen Mitglieds oder seines Partners übersteigt das Vierfache der monatlichen Bezugsgröße nicht.


Diese Regelung soll sicherstellen, dass etwaige soziale Härten für freiwillig versicherte hauptberuflich Selbstständige vermieden werden und die Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit nicht durch eine zu hohe Beitragsbelastung konterkariert wird.

Für Existenzgründer, die Anspruch auf einen Gründungszuschuss nach § 57 SGB III haben, ist für die Anwendung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlage von 50 % der Bezugsgröße die Feststellung einer sozialen Härte nicht erforderlich.

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