Kostenerstattung gesetzlicher Krankenkassen 2017 - Krankenkassenvergleich und Gehaltsrechner 2017 für mehr Netto vom Brutto

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Kostenerstattung gesetzlicher Krankenkassen 2017

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Die Möglichkeit der Kostenerstattung besteht seit 01.01.2004 grundsätzlich für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen. Das war bisher nur den freiwillig versicherten Kassenmitgliedern vorbehalten. Als Patient erhält man eine Privatrechnung für erbrachte Gesundheitsleistungen, die man dann bei seiner Krankenkasse einreicht.

Die Wahl der Kostenerstattung will nach Angaben von Verbraucherschützern jedoch gut überlegt sein.

Man ist an seine Entscheidung für die Kostenerstattung längerfristig gebunden. Überblickt man nicht im Voraus, was im Laufe des Jahres auf einen zukommt (Krankheiten sind ja nicht planbar!), ist man gegebenenfalls mit Belastungen konfrontiert, die man so nicht gewollt hat.

Ab 2011 wird die Mindestbindungsfrist für die Tarife Kostenerstattung auf ein Jahr reduziert.
Die Mindestbindungsfrist bei der Auswahl der Art der Kostenerstattung wird auf ein Kalendervierteljahr verkürzt. So ist hier die Rückkehr zum Sachleistungsprinzip möglich.

Die Wahl der Kostenerstattung gilt grundsätzlich umfassend. Wünscht man als Patient beispielsweise die Kostenerstattung bei einem Kieferorthopäden, ist man auch bei allen anderen ambulanten Leistungserbringern (Ärzten, Zahnärzten, ambulanten Operateuren, Hörgeräteakustikern etc.) an die Kostenerstattung gebunden. Sie kann aber auf die ambulante Versorgung begrenzt werden und gilt dann beispielsweise nicht für einen Krankenhausaufenthalt oder eine stationäre Reha-Maßnahme.

Als Patient muss man jede Rechnung zunächst aus eigenen Mitteln bezahlen und kann sie erst anschließend bei seiner Krankenkasse einreichen. Dies ist aufwendig und kann im Einzelfall auch viel Geld binden.

Die Krankenkasse darf und wird dem Patienten, der Kostenerstattung gewählt hat, einen Abschlag auf die eingereichten Rechnungen abziehen. Dieser Abschlag beträgt derzeit bis zu zehn Prozent des Rechnungsbetrages und soll den erhöhten Verwaltungsaufwand und die Nachteile, die aus nicht durchführbaren Wirtschaftlichkeitsprüfungen entstehen, auffangen. Im Einzelfall können hier nennenswerte Summen zusammenkommen, die man als Patient selbst zu tragen hat.

Eine große Gefahr besteht darin, Behandlungen in dem Glauben zu erhalten, es handele sich um Vertragsleistungen. Ist dies aber nicht der Fall, darf die Krankenkasse die Kosten nicht erstatten, und der Patient bleibt auf der Rechnung sitzen. Da es im Einzelfall für den Patienten schwierig sein kann, zwischen Vertragsleistungen und privaten Angeboten zu unterscheiden, kann es hier zu Überraschungen kommen.

Alternative:

Private Krankenversicherungen übernehmen im Rahmen von Zusatzversicherungen einen Großteil entstehender Mehrkosten, die man sonst selbst zu tragen hätte.

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