Kündigungsfristen 2017 - Erhöhung bzw. Änderung des Zusatzbeitragssatz - billiger krankenversichert 2017 für mehr Netto vom Brutto

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Kündigungsfristen 2017 - Erhöhung bzw. Änderung des Zusatzbeitragssatz

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Bis 2008 gab es keinen einheitlichen Beitragssatz für alle Krankenkassen.
Erhöhte eine Krankenkasse ihren Beitragssatz, so war bis 2008 ein kurzfristiger Wechsel zu einer anderen Krankenkasse möglich.

Seit 2009 gilt ein einheitlicher allgemeiner Beitragssatz für alle Krankenkassen (2017: 14,6 %).
Bei einer Erhöhung dieses einheitlichen Beitragssatzes ergibt sich kein Sonderkündigungsrecht.

Seit 2015 können die Krankenkassen einen individuellen Zusatzbeitrag erheben.

Aus der erstmaligen Erhebung oder Erhöhung des Zusatzbeitrages ergibt sich ein Sonderkündigungsrecht.
Das Sonderkündigungsrecht entfällt, wenn die Krankenkasse keinen Zusatzbeitrag erhebt.

Die Krankenkassen sind bei jeder Erhebung oder Erhöhung des Zusatzbeitrags verpflichtet, alle Mitglieder spätestens einen Monat vor dem Zeitpunkt der Änderung anzuschreiben und auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Außerdem müssen sie sie auf das Informationsangebot des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen hinweisen, der eine Übersicht zu den Zusatzbeiträgen der verschiedenen Krankenkassen bereit hält.

Überschreitet der neu erhobene krankenkassenindividuelle Zusatzbeitrag oder der erhöhte krankenkassenindividuelle Zusatzbeitragssatz den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz (2017 = 1,1 %), so sind die Mitglieder auf die Möglichkeit hinzuweisen, in eine günstigere Krankenkasse zu wechseln.


Die Kündigung muss bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erstmals erhebt oder ihn erhöht.
Die Kündigung wird zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats wirksam.
Bis dahin zahlt das Mitglied den einkommensabhängigen Zusatzbeitrag und kann dann in eine andere Krankenkasse wechseln.


Beispiel:

01.01.2017 erstmalige Erhebung eines Zusatzbeitrages

31.01.2017 Ablauf der Sonderkündigungsfrist (Eingang bei der Krankenkasse)

31.03.2017 letzter Tag der Mitgliedschaft bei alter Krankenkasse

01.04.2017 erster Tag der Mitgliedschaft bei neuer Krankenkasse


Kommt eine Krankenkasse ihrer Hinweispflicht gegenüber einem Mitglied verspätet nach, gilt eine erfolgte Kündigung als in dem Monat erklärt, für den der Zusatzbeitrag erstmalig erhoben wird oder für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird. Man wird also so gestellt als wäre man rechtzeitig informiert worden und erleidet keinen Nachteil.


Hat man den Sonderkündigungstermin selbst verpasst oder erfährt früher von einer Beitragsänderung, ist unabhängig von der Sonderkündigung eine reguläre Kündigung der Krankenkassenmitgliedschaft zu jedem Monatsende mit  einer Frist von zwei vollen Monaten möglich. Ausnahmen gibt es nur,  wenn man innerhalb der letzten 18 Monate seine Krankenkasse  gewechselt hat oder früher einmal einen Wahltarif mit einer längeren Bindungsdauer  ausgewählt hat.


Beispiel:

Geht die reguläre Kündigung bis zum 31.12.2016 bei der alten Kasse ein,

endet die alte Mitgliedschaft zum 28.02.2017

und die neue Mitgliedschaft bei der neuen Krankenkasse kann bereits am 01.03.2017 beginnen.


Eine Senkung des Beitragssatzes oder des Zusatzbeitragssatzes löst im übrigen kein Sonderkündigungsrecht aus.




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