Zusatzbeitrag 2017 zur gesetzlichen Krankenversicherung - billiger krankenversichert 2017 für mehr Netto vom Brutto

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Zusatzbeitrag 2017 zur gesetzlichen Krankenversicherung

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Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen seit 2010 von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge erheben, wenn sie zur Finanzierung ihrer Ausgaben mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen.

Bei erstmaliger Erhebung oder Erhöhung eines Zusatzbeitrages haben die Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht und können zu einer Krankenkasse wechseln die keine oder niedrigere Zusatzbeiträge erhebt.


Bis 2014 enthielt der Krankenkassenbeitrag einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 %, den Krankenkassenmitglieder alleine zahlen mussten. Dieser Sonderbeitrag fiel ab 2015 fort. Genauso entfiel der pauschale Zusatzbeitrag, den eine Krankenkasse zwischen 2010 und 2014 zusätzlich erheben konnte.

2017 kann jede Krankenkasse, wie bereits seit 2015, einen einkommensabhängigen individuellen Zusatzbeitrag erheben.
Wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt, hängt davon ab, wie wirtschaftlich eine Krankenkasse arbeitet.
Einige Krankenkassen hatten 2015 einen Zusatzbeitrag der weiterhin bei 0,9 % lag, so dass sich für die Versicherten gegenüber 2014 nichts änderte.
Andere Krankenkassen standen finanziell so gut da, dass sie ihre Versicherten durch einen niedrigeren Zusatzbeitragssatz als 0,9 % entlasten konnten. Wieder andere mussten ihren Zusatzbeitrag auf über 0,9 % erhöhen.

Die Krankenkassen sind bei jeder Erhebung oder Erhöhung des Zusatzbeitrags verpflichtet, alle Mitglieder anzuschreiben und auf das Sonderkündigungsrecht hinzuweisen. Außerdem müssen sie sie auf das Informationsangebot des Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) hinweisen, der eine Übersicht der Zusatzbeiträge der verschiedenen Krankenkassen bereit hält.


Ihre mögliche persönliche Ersparnis durch Wahl einer Krankenkasse mit niedrigem Zusatzbeitrag können Sie über den Krankenkassenvergleich sofort online berechnen. Mit dem Krankenkassenvergleich können Sie auch die Leistungen der einzelnen Krankenkassen untereinander vergleichen.

Für welche Krankenkassenmitglieder gilt der krankenkassenindividuelle Zusatzbeitragssatz?


  • § 5 Absatz 1 Nummer 1 SGB V: Arbeitnehmer und zur Berufsausbildung Beschäftigte,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 2 SGB V: Bezieher von Arbeitslosengeld,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 4 SGB V: Künstler und Publizisten,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 7 und 8 SGB V: Behinderte in Werkstätten bzw. die in Anstalten oder Heimen 1/5 der Leistung eines voll erwerbsfähigen Beschäftigen erbringen, wenn das tatsächliche Arbeitsentgelt 20 Prozent der monatlichen Bezugsgröße übersteigt,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 9 und 10 SGB V: Studenten und Praktikanten,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 11 und 12 SGB V: Rentner inklusive Rentenantragssteller (§ 189 SGB V),
  • § 5 Absatz 1 Nummer 13 SGB V: Bisher Nichtversicherte.
  • Freiwilligen Mitgliedern gemäß §§ 9, 188 Absatz 4 SGB V.

Wer trägt den krankenkassenindividuellen Zusatzbeitrag?

Alleine:
  • Arbeitnehmer,
  • Studenten und Praktikanten,
  • Rentner und Rentenantragssteller,
  • freiwillig Versicherte,
  • bisher Nichtversicherte,
  • Schwangere, deren Mitgliedschaft nach § 192 Absatz 2 SGB V erhalten bleibt.

Andere Dritte:
  • Arbeitgeber für Bezieher von Kurzarbeitergeld,
  • Bundesagentur für Arbeit für Bezieher von Arbeitslosengeld,
  • Künstlersozialkasse für Künstelr und Publizisten,
  • Sozialhilfeträger für Mitglieder, die Leistungen zur Sicherzung des Lebensunterhalts nach dem SGB XII erhalten.

Anstelle des krankenkassenindividuellen Zusatzbeitrag ist für einige Personengruppen ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag zu berücksichtigen.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) legt nach Auswertung der Ergebnisse des Schätzerkreises die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes für das Folgejahr fest und gibt diesen Wert jeweils bis zum 1. November eines Kalenderjahres bekannt.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2015 wurde mit 0,9 % festgelegt.
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2016 wurde mit 1,1 % festgelegt.
Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2017 wurde mit 1,1 % festgelegt.


Für welche pflicht- bzw. freiwillig versicherte Krankenkassenmitglieder gilt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz?


  • § 5 Absatz 1 Nummer 2a SGB V: Bezieher von Arbeitslosengeld II,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 5 SGB V: Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 6 SGB V: Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben,
  • § 5 Absatz 1 Nummer 7 und 8 SGB V: Behinderte Menschen in Werkstätten, Einrichtungen, wenn das tatsächliche Arbeitsentgelt den nach § 235 Absatz 3 SGB V maßgeblichen Mindestbetrag (2015: monatlich 567,00 Euro) nicht übersteigt; übersteigt das Arbeitsentgelt diesen Wert, wird der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz erhoben (und vom Träger der Einrichtung gezahlt); wird der Mindestbetrag jedoch ausschließlich durch eine Sonderzahlung überschritten, bleibt der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz maßgebend,
  • § 5 Absatz 4a Satz 1 SGB V: Auszubildende, die im Rahmen eines Berufsausbildungsvertrages nach dem Berufsausbildungsgesetz (BBiG) in einer außerbetrieblichen Einrichtung  ausgebildet werden,
  • Bezieher von Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld, deren Mitgliedschaft nach § 192 Absatz 1 Nummer 3 SGB V erhalten bleibt bzw. die freiwillig versichert sind,
  • Wehrdienstleistende und Eignungsübende, deren Mitgliedschaft nach § 193 Absatz 2 bis 5 SGB V bzw. § 8 Eignungsübungsgesetz (EÜG) fortbesteht,
  • Auszubildende mit einem monatlichen Arbeitsentgelt bis 325 Euro (Wird die Geringverdienergrenze ausschließlich durch eine Sonderzahlung überschritten, ist ebenfalls der durchschnittliche Zusatzbeitrag zu erheben, auch wenn der Arbeitgeber und der Auszubildende die sonstigen Beiträge aus dem die Grenze von 325,00 Euro übersteigender Betrag gemeinsam tragen),
  • Versicherte, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten.

Auf weitere beitragspflichtige Einnahmen (z.B. Rente) vorgenannter Mitglieder findet der krankenkassenindividuelle Zusatzbeitragssatz Anwendung.
Erhebt die Krankenkasse für vorgenannte Mitglieder keinen kassenindividualisierten Zusatzbeitragssatz, kommt dennoch der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz zur Anwendung.

Wer trägt den durchschnittlichen Zusatzbeitrag?

Reha-Träger für:
  • Teilnehmer an Leistungen zur Teilhabe,
  • Beziehern von Übergangsgeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld.

Träger der Einrichtung für
  • Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe,
  • Behinderte Menschen, wenn das tatsächliche Arbeitsentgelt 20 Prozent der monatlichen Bezugsgröße nicht übersteigt,
  • Auszubildende nach dem BBiG in einer außerbetrieblichen Einrichtung.

Bundesagentur für Arbeit für
  • Bezieher von Arbeitslosengeld II.

Bund für
  • Wehrdienstleistende,
  • Eignungsübende.

Arbeitgeber für
  • Auszubildende mit einem monatlichen Arbeitsentgelt bis 325 Euro,
  • Versicherte, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst leisten.

Höhe des Zusatzbeitrages 2010:

Berechnet werden durften im Jahr 2010  1 % der beitragspflichtigen Einnahmen oder, ohne Einkommensprüfung,
pauschal 8,- Euro/Monat.
Mit Einkommensprüfung ergab sich 2010 ein maximaler monatlicher Zusatzbeitrag in Höhe von 37,50 Euro
(1% von der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung).

Höhe des Zusatzbeitrages 2011, 2012, 2013 und 2014:

Die Begrenzung auf 1 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen ist ab 2011 weggefallen.
Zusatzbeiträge durften nun in unbegrenzter Höhe erhoben werden.

Überstieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag aber 2 % des individuellen sozialversicherungspflichtigen Einkommens, sollte ein komplizierter Sozialausgleich stattfinden.

Da der durchschnittliche Zusatzbeitrag für die Jahre 2011 bis 2014 mit jeweils 0,00 Euro festgelegt wurde, kam es aber nie zu einem Sozialausgleich.


Der Zusatzbeitrag wurde bis 2014 nicht vom Arbeitgeber direkt vom Lohn einbehalten, die Krankenkassen mussten ihn zusätzlich von ihren Mitgliedern fordern.


2017 wird der Zusatzbeitrag, wie bereits seit 2015, durch den Arbeitgeber direkt vom Lohn bzw. von der Zahlstelle direkt von der ausgezahlten Leistung einbehalten.
Seit 1999 kostenlos und unabhängig.
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